Können Bierflaschen fliegen? Und warum leuchtet der Hahn nicht?

Veröffentlicht von am 10. Februar 2014 in Veranstaltungen

Am 8. und 9. Februar 2014 fand im Hackerspace Bremen die erste Veranstaltung unter dem Motto „frickeln for free“ statt.

Am Samstagvormittag fanden sich die ersten Teilnehmer in den Vereinsräumen des Vereines ein, eine sehr buntgemischte Truppe bezüglich Alter, Geschlecht, Interessen und Kenntnissen… alle gemeinsam in der Grundstimmung „wir wollen etwas auf die Beine stellen“.

Nach einer sehr interessanten Vorstellungsrunde der Gäste und Mitglieder sowie einer einleitenden Erklärung, wie z.B. der Verein entstanden ist und was dessen Zielsetzung ist, wurde schon recht schnell auf das Thema des Wochendendes geschwenkt: Wir entwickeln zusammen ein Projekt.

… aber wer entscheidet denn, was und wie etwas gebaut wird, wer macht was, und wie gehen wir an „die Sache“ ran?

Ein toller Vorschlag wurde eingeworfen – „schreibt bitte mal jeder 3 Dinge oder Themen auf, die ihr bauen oder umsetzen wollt“. Diese Vorschläge wurden gesammelt und dann thematisch zusammengefasst, daraus wurden dann wiederum konkrete Projekte gebildet und diese nochmal zur Abstimmung gesetzt (welches bekommt dann die meisten Stimmen). Ursprünglich wollten wir eigentlich für die beiden Tage nur eine Umsetzung anstreben,  da wir aber so viele Personen waren (am Samstag über den Tag verteilt über zwanzige Personen), haben wir uns dann schlussendlich doch für zwei parallele Projekte / Gruppen entschieden.

1.) Einen gesteuerten Roboter / ein Luftkissenfahrzeug
2.) Ein blinkendes Vereinslogo, mit programmierbarer Elektronik und LED

Jede Gruppe hat sich dann zusammengesetzt und an die Planung und Umsetzung gemacht, Ideen und Vorschläge eingebracht und herausgefunden, wer welchen Part übernehmen könnte. Das mitgebrachte Material der Teilnehmer und die Möglichkeiten im Verein wurden gesichtet und erklärt… recht schnell wurden dann die Lötkolben und Meßgeräte, Bohrmaschinen und Netzteile angeworfen, um Bauteile und Material auf generelle Eignung für das gewünschte Ergebnis zu prüfen. Nachdem die Stunden wie um Fluge vergingen, zwischendurch die Mannschaft mit Bratwurst vom Vereinsgrill gestärkt wurde, haben die letzten dann erst gegen 21 Uhr die Räume verlassen, um dann am Sonntag wieder mehr oder weniger ausgeschlafen die „Arbeiten“ wieder aufzunehmen.

Grobes Zeitziel war dann 15 Uhr, schliesslich wollten die fertigen Projekte vorgeführt, aber es musste auch für die nachfolgenden Kollegen der „Linux User Group“ aufgeräumt und wieder „klar Schiff“ gemacht werden. Nur eines gelang dabei… denn – beide Projekte konnten leider nicht in der zur Verfügung stehenden Zeit gänzlich vollendet werden.

Status Projekt 1: Ein Luftkissenfahrzeug, bestehend aus Sperrholz, PC-Lüfter, Modellbauakku, Mülltüte, RaspberryPi, Modellbauservo und diversem „Kleinkram“ und einem in Sketchup konstruierten und auf dem Vereinsdrucker gefertigten Antriebspropellerhalter, hebt problemlos ab, kann ganze zwei volle (!) Bierflaschen anheben  und schwebt über den Boden. Geplant ist dann noch die komplette Richtungssteuerung über ein Smartphone (WLAN-Verbindung), die generell schon fast komplett funktioniert.

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Status Projekt 2: Unser Vereinslogo, die stilisierten Stadtmusikanten, wurden „tierweise“ aus LED-Clustern nachgebildet, die arduinogesteuert in verschiedenen Modis angesteuert werden können, das ganze hinter Milchglas und dem Schriftzug des Vereines aus „ausgeschmolzenen“ Styroporbuchstaben (mit einer Heissdraht-Bügelsäge). Auch hier leuchtet schon fast alles, nur gingen beim Hahn die vorhandenen LED`s zur Neige und an der Programmierung muss noch gearbeitet werden.

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Es wurde aber beschlossen, dass die beiden Projekte in der nächsten Zeit komplett umgesetzt werden, die meisten „Neulinge“ werden somit nicht das letzte Mal dagewesen sein… :-)

— wir sehen die funktionsfähigen Endprodukte also spätens auf der Makerfaire im Juli

… mir als „Initiator“ der Veranstaltung hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht. Es ist so abgelaufen, wie ich es mir gewünscht hatte – auf viele neue, nette Menschen treffen, sich generell auszutauschen, viel zu schnacken, einiges zu lernen, anderen etwas zeigen zu können, den Verein vorstellen zu können und weitere Menschen für einen „Hackerspace“ zu interessieren. Es zeigte sich auch schnell eine tolle, entspannte Atmosphäre, es wurde sich gegenseitig unglaublich viel geholfen und man hatte die ganze Zeit ganz viel zu lachen.

…danke dafür!

Andree Brodt

Impressionen:

Gesammeltes Feedback der Teilnehmer:
„toll, ich wusste gar nicht dass es Euch gibt, ich wäre sonst bestimmt schon früher hergekommen“
„ist wirklich schön, hier auf so nette, unkomplizierte Leute zu treffen“
„wann machen wir soetwas das nächste Mal“
„super, endlich konnte ich mich mal mit Gleichgesinnten austauschen“
„ich hatte mir das ganz anders vorgestellt, dies hier ist viel besser“
„tolle Atmosphäre in Eurem Verein“
„super Räumlichkeiten / Möglichkeiten“
„Super Veranstaltung, macht soetwas öfter“

 

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