Allgemein

Unsere Elektronikwerkstatt

Veröffentlicht von am 21. August 2020 in Allgemein

Nach Hauptraum, Holzwerkstatt und Kreativwerkstatt ist dies nun unser letzter Raum, den wir hier vorstellen möchten.

Die Elektronikwerkstatt ist bei uns am häufigsten besetzt, da es hier nicht nur um einfache analoge Elektronik, sondern zum Beispiel auch um Mikrocontroller und Amateurfunk geht. Hier findet ein Großteil unserer Projektarbeiten statt.


In der Elektronikwerkstatt gibt es vier Arbeitstische mit Lötkolben und Netzteilen.
Zwischen und an diesen Arbeitsplätzen befinden sich verschiedene Messgeräte und Signalquellen. Alle diese Instrumente hier einzeln aufzuführen, würde zu weit führen. Aber wir sind vermutlich besser ausgestattet, als viele andere Elektronikwerkstätten. Ganz besonders gilt das auch für die HF-Messgeräte, da dort auch unsere Amateurfunkgeräte stehen.
Für Reparaturen und Neubestückungen von SMD-Bauteilen stehen noch eine professionelle BGA-Lötstation und andere Heißluftgeräte zur Verfügung. Lötstellen kann man dann leicht unter dem Mikroskop kontrollieren.

Regal mit Ätzgeräten, Material und Nachschlagewerken

Regal mit Ätzgeräten, Bastelmaterial, Funkbereich und Nachschlagewerken

Zusätzlich zu den Messinstrumenten haben wir noch verschiedene Werkzeuge zur Erstellung und Bestückung von Platinen. Neben einer Sprudelätzanlage und einer „umgebauten Kaffeemaschine“ zum Ätzen von Platinen gibt es hier sogar Bügeleisen und Backsilikon, um Toner auf Platinen zu transferieren. Natürlich ist aber auch die Belichtung und Entwicklung von Platinen möglich. Mit einer kleinen Dremelstation können Platinen leicht gebohrt werden.
Natriumpersulfat, Entwicklerlösungen, Reinigungsmittel und andere Chemikalien stehen zur Verfügung, sind aber eingeschlossen und können von jedem Mitglied herausgegeben werden.

 

Hier ist alles leicht zu finden

Werkzeuge sind gut sortiert in den Schubladenschränken zu finden. In den Schubladenschränken befinden sich auch häufig benutzte Kleinteile, Sortimentskästen, Lötzinn usw.
Im Regal an der langen Wand befinden sich neben den Projektkisten von Mitgliedern noch weitere gut sortierte Sortimentskästen. Teile kann man auch gerne aus den Komponenten im „Zu Verbasteln“-Regal entnehmen, in dem sich auch unser Fundbereich befindet.
Die vielen Materialien stellen sicher, dass man wegen Kleinteilen nicht sein Projekt unterbrechen muss. Grundsätzlich sollte man aber möglichst sein eigenes Material mitbringen.

Mit der Elektronikwerkstatt haben wir einen Raum, in dem vielleicht sogar unsere meisten Projekte realisiert werden.
 

In Kombination mit den anderen Werkstätten kann Deine Idee bei uns zu einem fertigen Projekt werden.
Da wir ein gemeinnütziger Verein sind, ist das natürlich nicht im kommerziellen Rahmen möglich. Wir sind eine Hobbywerkstatt mit Bildungszweck, jedoch kein Dienstleister oder Co-Working-Space. Da bei uns aber Menschen aus sehr unterschiedlichen Bereichen zusammenkommen und sich gegenseitig Fertigkeiten beibringen, hat sich bei uns mit der Zeit eine Gemeinschaft mit vielen Allroundern gebildet, die sich gegenseitig, aber auch Dir bei Deinem Hobby- oder Schulprojekt gerne hilfreich zur Seite stehen!

Solltest Du Fragen zu Deinem Projekt, einem Werkzeug oder der Werkzeugnutzung haben, wende Dich gerne an unsere Mailingliste.
Die Nutzung unserer Werkzeuge steht Dir frei zur Verfügung, wenn die Räume geöffnet sind.
Ob jemand im Hackerspace ist, erkennst Du normalerweise am „Open Space-Melder“ rechts oben auf unserer Webseite.

Zur Zeit sind unsere Räume wegen den aktuellen Pandemieregelungen leider noch nicht öffentlich zugängig.
Über unsere Mailingliste kannst Du Dich zwar auch mit Mitgliedern verabreden, solange der Abstand eingehalten werden kann.
Ansonsten gibt es ja auch eine Zeit nach Corona, in denen unsere Räume wieder abends geöffnet sein werden.
Da Du nun aber auch die Möglichkeiten in unseren Räumen kennst, kannst Du die Zeit gut nutzen und an Deinen Ideen arbeiten, Entwürfe erstellen und Vorlagen für die Werkzeuge vorbereiten. Dazu findest Du häufig auch weitere Infos in unserem Wiki zu den Gerätschaften. Besuche auch gerne unsere aktuell laufenden Onlinevents.

Wir freuen uns darauf, Dich hoffentlich bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen!

Unsere Kreativwerkstatt

Veröffentlicht von am 20. August 2020 in Allgemein

Nachdem wir den Hauptraum und die Holzwerkstatt vorgestellt haben, gehen wir mit Euch über unseren Innenhof in unsere Kreativwerkstatt.
Bisher ist uns für diesen Raum noch kein besserer Name eingefallen, aber im Grunde genommen beschreibt er einen Raum, in dem man ähnlich wie in der Holzwerkstatt kreativ Materialien bearbeiten und Dinge herstellen kann.

3D-Drucker und A0-Plotter

3D-Drucker und A0-Plotter

Vielen dürften zuerst die vielen 3D-Drucker auffallen. Für die unterschiedlichen Materialien stehen verschiedene Drucker bereit. Da diese hin und wieder auch umgebaut oder repariert werden, stehen nicht immer alle Drucker zur Verfügung, so dass wir mehr als zwei Drucker benötigen. Einige Drucker sind Spenden von Vereinsmitgliedern, andere haben wir in Workshops sogar selbst gebaut. 3D-Druck war bei uns eines der ersten großen Themen, so dass sich diese kaum noch wegdenken lassen.
Unübersehbar ist auch unser A0-Plotter, mit dem man Plakate drucken kann. Dieser erfordert ein gewisses Maß an Geduld, aber für kurzfristige Plakatdrucke ist dieser schon oft hilfreich gewesen.

Bügelpresse, Näh- und Stickmaschine und Schneidplotter

Bügelpresse, Näh- und Stickmaschine und Schneidplotter

An der langen Wand im Raum stehen einige Werkzeuge für textiles Arbeiten. Neben einer Nähmaschine befindet sich dort eine Stickmaschine, mit der man leicht schöne Stickereien auf unterschiedlichen Stoffen machen kann. Das benötigte Material kann man sich selbst mitbringen, steht dort aber auch zum Selbstkostenpreis zur Verfügung.
Neben der Stickmaschine steht ein Schneidplotter. Mit diesem lässt sich neben Papier, Vinyl und Klebefolien auch Flock- und Flexfolie zum Aufbügeln plotten.
Zum Aufbügeln solcher geplotteten Folien steht eine Bügelpresse bereit.

Dieser Raum wird auch gerne als sekundärer Gruppenraum genutzt, falls der Hauptraum durch eine Veranstaltung belegt ist. Dieser Raum ist auch ein Rückzugsbereich, in dem Mitglieder in aller Ruhe an ihren Projekten arbeiten können. Daher gibt es in diesem Raum auch noch eine kleine Couch mit passendem Tisch, Sitzsack und auch Rechnerarbeitsplätze. Ergänzt wird das ganze durch ein kleines YouTube-Studio, dass mit wenigen Handgriffen aufgestellt ist.
Die Nähe zur nebenan liegenden Elektronikwerkstatt macht in diesem Raum auch Reparaturen und Modifikationen am eigenen Drucker oder Plotter mit kurzen Wegen möglich.

Auch wenn die Elektronikwerkstatt nebenan wieder mal überfüllt ist, wird in die Kreativwerkstatt ausgewichen.
Um unsere Elektronikwerkstatt geht es dann aber in unserem nächsten Beitrag.

Unsere Holzwerkstatt

Veröffentlicht von am 19. August 2020 in Allgemein

Nach dem Hauptraum stellen wir nun unsere Holzwerkstatt vor.
Betritt man durch die schwere und schalldichte Stahltür den Raum, befindet man sich gegenüber einer Werkbank.

Bohrer, Sägen und anderes Werkzeug zur Holz- und Metallbearbeitung

Bohrer, Sägen und anderes Werkzeug zur Holz- und Metallbearbeitung

Auf dieser befinden sich eine Standbohrmaschine, eine kleine Tischkreissäge und anderes Werkzeug. An der Wand dahinter befinden sich die häufig genutzten Werkzeuge, die durch ein umfangreiches Sortiment in den Schubladen ergänzt werden.
Unter dem Tisch stehen eine große Kreissäge und eine Bandsäge auf Rollbrettern bereit, die bei Bedarf schnell auf die freien Tische gestellt werden können.
In dem Regal rechts neben der Werkbank befinden sich in den Koffern Stichsäge, Akkuschrauber, Dremel und ähnliches, was man in einer gut sortierten Holzwerkstatt erwarten würde.
Besondere Highlights in diesem Raum sind aber unser Lasercutter und die Fräsen.

Lasercutter, Regal mit Werkzeugen und unsere kleine CNC-Fräse

Lasercutter, Regal mit Werkzeugen und unsere kleine CNC-Fräse

Unser 100W-Lasercutter wurde von Mitgliedern um weitere Sicherheitseinrichtungen, Kühlung und eine Absaugeinrichtung ergänzt. Mit diesem Lasercutter lassen sich leicht 5mm-starke Holzplatten und Plexiglas lasern. Auch Stempel aus Silikon wurden damit schon hergestellt.
Neben dem Lasercutter befindet sich eine Handfräse, die zu einer kleinen CNC-Fräse umgebaut wurde. Mit dieser kann man zum Beispiel Schilder oder Gehäuseblenden beschriften.

Bereich zum Fräsen

Bereich zum Fräsen

Auf der anderen Seite des Raumes befindet sich unsere große CNC-Fräse, die von Mitgliedern selbst gebaut wurde. Mit dieser lassen sich auch große Platten bearbeiten. Der Platz daneben ist für eine Platinenfräse reserviert, für die die ersten Komponenten bereits dort stehen.

Lagerbereich

Lagerbereich

 

 

Das Schwerlastregal über und neben der Tür wird für Getränke, Materialien u.ä. genutzt, die von Mitgliedern häufig benötigt werden. Zusätzlich steht uns aber noch weitere Lagerfläche im Haupthaus und in der Garage zur Verfügung.

 

In diesem Raum wird zwar hauptsächlich, aber nicht ausschließlich Holz verarbeitet. Natürlich sind auch Arbeiten mit Metall oder Acryl möglich. Dieser Raum wird aber immer dann benutzt, wenn bei der Materialbearbeitung Späne oder Staub entstehen.

Für weniger schmutzige Arbeiten haben wir noch weitere Werkzeuge in unserer Kreativwerkstatt.
Um diese geht es dann in unserem nächsten Beitrag.

Unser Hauptraum

Veröffentlicht von am 18. August 2020 in Allgemein

Wie gestern bereits angekündigt, stellen wir Euch in mehreren Beiträgen unsere Räume vor.
Den Anfang macht nun unser Hauptraum.

Raum für Vorträge, Workshops und Gruppentreffen

Raum für Vorträge, Workshops und Gruppentreffen

In unserem Hauptraum finden die Vorträge, Workshops und die Treffen der Usergroups statt. Eine Übersicht findest Du unter „regelmäßige Veranstaltungen“ und in unserem Veranstaltungskalender.

An der Decke befindet sich ein fest installierter FullHD-Beamer. Für die Beschallung stehen eine Wurfleitung und eine Bluetoothverbindung zur Audioanlage zur Verfügung.
Rechts neben der Leinwand können auf einem kleinen Whiteboard ergänzende Zeichnungen gemacht werden. Reicht das nicht aus, gibt es hinter der hochfahrbaren Leinwand und an der langen Wand jeweils noch ein großes Whiteboard. Whiteboards haben wir in jedem Raum, weil wir auch gerne spontan mal etwas anzeichnen wollen. Anhand der hinterlassenen Skizzen und Berechnungen kann man oft unsere aktuellen Projekte erkennen.
Die dargestellte Tischanordnung bietet mit der Couchecke und weiteren Stühlen rund 20 Personen ausreichend Platz. Bei geänderter Tischanordnung passen auch über 30 Leute in den Raum. In der Regel ist das aber nicht nötig.
Zusätzlich gibt es links neben der Leinwand noch einen Tisch mit Lötkolben und Netzteil. Hier kann man auf einem Display z.B. Messungen oder einen Aufbau zu einem Vortrag zeigen. Rechts neben der Leinwand befindet sich ein gut ausgestatteter Rechnerarbeitsplatz mit zwei Displays und Drucker.

Couchecke und Kiosk

Couchecke und Kioskbereich

Der Hauptraum ist aber nicht nur ein Vortragsraum, sondern auch unser Gemeinschaftsraum und erste Anlaufstelle für Neuankömmlinge. Neben der Couchecke zum Chillen ist dort auch eine kleine Sammlung unserer Exponate zu finden. Nachschlagewerke stehen dort als kleine Bibliothek zur Verfügung. Zum geringen Selbstkostenpreis sind dort auch Getränke und Snacks zu bekommen.

Unübersehbar ist die schwere Stahltür zur Holzwerkstatt. Diese ist schalldicht, sodass auch Vorträge möglich sind, wenn in der Holzwerkstatt schwer gearbeitet wird. Um unsere Holzwerkstatt geht es jedoch erst im nächsten Beitrag.

Wir haben aufgeräumt!

Veröffentlicht von am 17. August 2020 in Allgemein

Da derzeit keine Gruppentreffen möglich sind und die Zahl der Nutzer momentan eher gering ist, haben wir die Zeit gut genutzt und aufgeräumt.

Der Hackerspace verändert sich kontinuierlich, auch inhaltlich. So kommt es vor, dass neben hinterlassenen „Spenden“ auch vergessene Projekte in den Regalen zu finden sind. Auch ist bei gemeinsam genutzten Dingen eine dauerhafte Ordnung ohnehin schwierig. Daher war es wieder an der Zeit, etwas Ordnung in unser Chaos zu bringen.
Dazu haben wir einiges an alten Dingen aussortiert, verschenkt, entsorgt oder eingelagert, aber auch einiges wieder bereit gestellt.
Insgesamt steht nun mehr Platz zur Verfügung und einige Werkzeuge sind auch besser nutzbar.

In unserem Blog und im Wiki gibt es einiges an Dokumentation zu unseren Werkzeugen, da bei uns fast alles inventarisiert ist.
Aber über unsere Räume haben wir bisher noch nichts geschrieben. Das wollen wir bei dieser Gelegenheit nun endlich nachholen.

In den nächsten Tagen stellen wir in einzelnen Beiträgen unseren Hauptraum und unsere Werkstätten näher vor.
Unsere Räume verteilen sich auf zwei Gebäude, die durch einen gemeinsamen Innenhof verbunden sind.
Auf der einen Seite befinden sich der Hauptraum und die Holzwerkstatt. Auf der anderen Hofseite sind die Kreativwerkstatt und unser Elektroniklabor zu finden.
Der Innenhof dazwischen zählt zwar nicht zu unseren Räumen, verbindet uns aber mit dem Haupthaus und somit zu Toiletten, Küchen und weiteren Lagerflächen. Das Rolltor zum Hof ist unser Haupteingang, auch wenn man uns natürlich auch über das Haupthaus erreicht. Der Innenhof wird von uns aber auch zum Schrauben an Fahrrädern, Lackieren und natürlich auch für unseren Gasgrill genutzt.

Unsere Räume werden wie die vielen anderen Dinge unseres Vereins ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und viel ehrenamtlicher Arbeit eingerichtet und finanziert. Wir bekommen keine Förderungen, haben keine Angestellten und sind nicht von externen Sponsoren abhängig. Wir verstehen uns als offene Werkstatt mit Bildungszweck und sind ein gemeinnütziger, aber auch eigenständiger Verein.
Unsere Räume und Werkzeuge stehen dennoch allen Interessierten frei und mit nur wenigen Einschränkungen zu Verfügung. Manche Werkzeuge erfordern eine kleine Einführung, aber im Rahmen unseres Bildungszwecks zeigen wir Dir gerne, wie diese funktionieren.
Natürlich kannst Du uns bei unserer gemeinnützigen Arbeit unterstützen – entweder mit einer einmaligen Spende, als Fördermitglied, gerne aber auch als mitgestaltendes Vereinsmitglied.


Vor ein paar Jahren hat unser Mitglied Thomas Panoramaaufnahmen unserer Räume gemacht.
Diese sind zwar nicht mehr ganz aktuell, stimmen aber noch mit der unserer Raumaufteilung überein und vermitteln einen guten Gesamteindruck über die Ausstattung in unseren Räumen.

Erweiterungskurs für die Amateurfunkklasse A

Veröffentlicht von am 27. September 2019 in Allgemein, Veranstaltungen


Beim DARC-Funktreff bei uns im Hackerspace startet wieder einen Erweiterungskurs für die Klasse A.

Die Erweiterung auf Klasse A erlaubt das Senden auf allen Amateurfunkbändern und höhere Sendeleistungen. Während des Kurses wird ein zur Klasse E tiefergehendes Wissen zu Elektronik, Funktechnik und -verfahren vermittelt, mit dem auch der Selbstbau von Funkgeräten und Antennenanlagen leichter möglich ist.
Vorraussetzung ist die abgelegte Klasse-E-Prüfung oder das selbstständige Erarbeiten der Klasse-E-Inhalte.

Am 24. Oktober beginnen wir um 19:00 Uhr mit einer Informationsveranstaltung. Neben den Materialien wird auch das Trainerteam vorgestellt, dass sich aus Mitgliedern mehrerer DARC-Ortsverbände sowie dem „Hackerspace Bremen“ zusammensetzt.
Gemeinsame Lektionsabende finden ab dem 07. November an jedem Donnerstagabend statt. Die Prüfung wird voraussichtlich im Mai sein.
Der Kurs selbst ist kostenlos, Prüfungs- und Zulassungsgebühren müssen selbst getragen werden.
Weitere Informationen zu mitzubringenden Taschenrechner, Prüfungsgebühren und Voraussetzungen für den Kurs sind hier zu finden: https://funkfreun.de/hb

Da die Plätze leider begrenzt sind, ist eine Anmeldung erforderlich.
Bitte sendet dazu am besten zeitnah eine Mail an DL2AB at darc. de und gebt dabei eine Mailadresse für die Kurs-Mailingliste an.

Neue Schulexperimente für den Fallturm

Veröffentlicht von am 2. Juni 2019 in Allgemein

Auch in diesem Jahr hat der Hackerspace Bremen e.V. wieder gemeinsam mit dem ZARM und dem DLR-School-Lab Bremen den DroPS-Wettbewerb veranstaltet. Beim jährlichen „Drop Tower Project for School Students“ können Schulteams Schwerelosigkeitsexperimente im Bremer Fallturm durchführen.

Für den diesjährigen Wettbewerb haben das Gymnasium Vegesack, die IGS Osterholz-Scharmbeck und das Gymnasium Horn die besten Ideen eingereicht.
In den letzten Monaten haben wir mit den Teams ihre Experimente aufgebaut, die im DLR-Droptower auch mehrfach getestet wurden.
Am Mittwoch wurden die Experimente nun beim „Final Drop“ im Fallturm des ZARM durchgeführt.

Experiment des Gymnasium Vegesack


Beim Gymnasium Vegesack ging es um die Frage, wie wenig Wasser und Druck aufgewendet werden muss, um Stoff mit Waschlösung zu benetzen. Dazu wurde ein Aufbau gewählt, bei dem über Schrittmotor, Gleitlager, dünner Spritze und unterschiedlich präperierten Nadeln die Menge und Druck genau eingestellt werden können.

Experiment der IGS-OHZ


Bei der IGS Osterholz-Scharmbeck ging es um den Vergleich von Kristallwachstum in Silbernitrat bei normaler Schwerkraft und bei Schwerelosigkeit. Das Experiment wurde so aufgebaut, dass zeitgesteuert ein gebogener Kupferstab in Silbernitrat getaucht werden konnte. Es wurden in einer eigenen Biegevorrichtung mehrere Kupferstäbe hergestellt, um vergleichbare Ergebnisse zu Bodentests zu erhalten.

Experiment des Gymnasium Horn


Das Gymnasium Horn untersuchte das Verhalten von stehenden Wellen auf einer Flüssigkeitsoberfläche bei eintretender Schwerelosigkeit. Hierzu wurde eine Röhre angefertigt, in der gefärbtes Wasser über einen Lautsprecher in Resonanz gebracht werden konnte. Die besondere Schwierigkeit bestand nicht nur aus der genau einstellbaren und tiefen Frequenz eines sauberen Sinustons, sondern vor allem auch aus dem wasserdichten Behälter.

Alle Experimente verliefen erfolgreich. Die zeitliche Steuerung war sehr exakt, so dass die 4,7 Sekunden Schwerelosigkeit fast vollständig ausgenutzt werden konnten. Die Teams sind nun mit der Auswertung der Daten und des Videomaterials beschäftigt und stellen diese Mitte Juni in Vorträgen vor.

In neun Gruppentreffen und einigen kleineren Treffen haben unsere Mitglieder Daniel, Frank, Marco, Thomas, Thorsten und Daniel im letzten halben Jahr die Schulteams bei der Planung, Materialbeschaffung und beim Aufbau der Experimente unterstützt.
Neben den kurzen Wegen in unseren Werkstätten, Unterstützung an unseren Werkzeugen, KnowHow und Tips zur Kontruktion waren auch die Erfahrungswerte aus den letzten DroPS-Wettbewerben hilfreich. So haben sich über die Jahre einige Elektronik- und Konstruktionsteile als „DroPS-Standard“ herausgestellt, darunter nun auch der „Calliope Mini„. Zur Verfügung steht auch das „Lego Mindstorms„-System, für dass sich dieses Jahr aber keines der Teams entschieden hat.

Bei DroPS geht es um die wissenschaftlichen Experimente, weniger um einen Programmier- oder Konstruktionswettbewerb.
Der Anspruch ist, mit möglichst einfachen Mitteln und wenig offener Elektronik die Experimente sicher durchführen zu können. Arduinos und selbstgebaute Platinen dürfen zwar verwendet werden, aber nur in geschlossenen Gehäusen und von Teams, die diese bereits programmieren können. Für Schulteams ohne Programmiererfahrung ist dagegen eine einfachere grafische Programmierung sehr hilfreich.
Daher wurde in den letzten Jahren eher auf das Mindstorms-System gesetzt, wofür aber nur begrenzt Aktoren und Sensoren zur Verfügung stehen. Für manche Experimente ist das ausreichend.
Die „Calliope Minis“ können dagegen nahezu alle gängigen Sensoren und Aktoren ansteuern und ebenfalls grafisch programmiert werden. Auch wegen des geringeren Platzbedarfs werden sie bei DroPS nun gerne verwendet. Nur das Team „Gymnasium Horn“ verwendete dieses Jahr einen Arduino als steuerbaren Signalgenerator für niederfrequente Sinustöne.

Zusätzlich zu einer Einführung in die grafische Programmierung gehört auch eine Vorstellung von einfachen 3D-Konstruktionsprogrammen zu unserem jährlichen DroPS-Programm. Mit Sketchup oder Tinkercad konstruieren die Teams Ihr Experiment vorab am Rechner. Dadurch können die Teams die räumliche Begrenzung eines Experimentrahmens besser ausnutzen und sie erhalten genaue Maße für ihre Konstruktion. Die Entwürfe sind auch für die Dokumentation sehr hilfreich, die kontinuierlich erweitert wird.

So ist DroPS zwar kein Programmier- und Konstruktionswettbewerb, aber die Schülerinnen und Schülern lernen dabei ein paar Grundlagen, die direkt in der Praxis angewendet werden können. Auch die Werkzeuge in unseren Werkstätten können nach einiger Zeit sogar von ihnen selbst bedient werden, auch wenn wir bei manchen Maschinen Ausnahmen machen müssen.

DroPS-Kapsel


Da das ganze bei uns außerschulisch in einer lockeren Arbeitsatmosphäre stattfindet, es einen guten Austausch zwischen den Schulteams gibt und auch der Spaß nicht zu kurz kommt, hat das auch in diesem Jahr wieder toll funktioniert. Und weil wir die Ideen genauso toll finden, wie die Schülerinnen und Schüler selbst, freuen uns schon auf die Präsentation der Experimentergebnisse 🙂

Natürlich wird es auch im nächsten Jahr wieder einen DroPS-Wettbewerb geben!
Experimentideen können von Oktober bis November eingereicht werden. Die drei besten Ideen werden mit Euch im Hackerspace aufgebautet, im DLR getestet und beim ZARM durchgeführt. Weitere Informationen zu DroPS sind hier zu finden:
https://www.zarm.uni-bremen.de/de/nachwuchs/drops-das-experiment-im-fallturm.html

Weitere Bilder gibt es im Twitter-Feed vom ZARM:

DroPS 2018 – Schülerexperimente für den Fallturm

Veröffentlicht von am 15. Juni 2018 in Allgemein, Highlights

Seit Anfang des Jahres haben wir wieder Schülerteams begleitet, die bei uns im Hackerspace Schwerelosigkeitsexperimente für den Fallturm gebaut haben. Die Experimente sind nun am letzten Mittwoch im Fallturm durchgeführt worden.

Beim „Drop Tower Project for School Students“, kurz DroPS können alle Schulen aus Bremen und umzu Experimentideen für den Fallturm einreichen. Die Experimentideen werden von einer Jury aus ZARM, DLR_SchoolLab und uns geprüft und bewertet. Die drei besten Experimentideen werden dann mit uns aufgebaut, im DLR_SchoolLab getestet und im Fallturm durchgeführt.
Die Schülerteams kamen in diesem Jahr aus den Schulen „Integrierte Gesamtschule OHZ“, „Gymnasium Vegesack“ und der „International School of Bremen“.

(mehr …)

Drops geht in die nächste Runde

Veröffentlicht von am 14. Januar 2018 in Allgemein, Mitgliederblog

Dieses Jahr findet zum vierten Mal das vom ZARM und DLR School Lab ausgerichtete DroPS statt. Bei DroPS haben Schülergruppen aus Bremen und Umzu die Möglichkeit Experimente zu bauen, die schließlich im Fallturm abgeworfen werden. Für die Schüler geht es in den nächsten Wochen zunächst um die Ausarbeitung der technischen Details und der benötigten Materialien. Der erste Testabwurf findet im April beim DLR statt, der Final Drop ist dann im Juni.

Nach dem offiziellen Auftakt am Montag im Zarm fand am Samstag der erste DroPS-Termin im Hackerspace statt.  Im Rahmen unserer Nachwuchsförderung unterstützen wir die Schüler mit technischem KnowHow und stellen unsere Räumlichkeiten und Werkzeug zur Verfügung. Die Experimente befassen sich in diesem Jahr mit dem Verhalten von Luftwirbeln, mit gyroskopischer Präzession und mit dem Fließverhalten von Polyoxyethylen. Dementsprechend wurde heute über Servomotoren, Kolben und Gleitlager, Bechergläser und Gewindestangen, Klappmechanismen und vieles mehr diskutiert.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß und viel Erfolg bei ihren Experimenten!

Wir gratulieren dem CanSat-Team ComCon zu Ihrem 2. Platz!

Veröffentlicht von am 2. Oktober 2016 in Allgemein, Highlights

logo-comconDiese Woche fand in Bremen und auf dem Flughafen Rotenburg/Wümme der 3. Deutsche CanSat-Wettbewerb statt.
CanSats sind kleine 350g-Satelliten in Getränkedosen-Größe, die mit einer Modellrakete bis zu 1000m in die Höhe geschossen werden und am Fallschirm mit ca. 15m/s wieder zurückfallen. Dabei müssen sie Temperatur und Druck messen und eine zusätzliche, frei wählbare Mission durchführen. Weitere Information zu den CanSat-Wettbewerben gibt es auf cansat.de.

Bei Team ComCon sollten von einer Bodenstation Befehle erteilt und Bilder per Funk zurückgesendet werden. Vor ein paar Monaten kamen daher Sandra, Julien, Louis und Adrian des Ökumenischen Gymnasiums zu uns und suchten fachliche Unterstützung bei Design, Entwicklung und Programmierung. Im weiteren Verlauf wurde der CanSat sogar ausschließlich im Hackerspace umgesetzt und die Jugendlichen durch einen unserer Funkamateure und Mitglied unserer Nachwuchsförderungs-AG betreut. Sehr gut funktionierte dabei auch die Beratung und Unterstützung der Mitglieder bei 3D-Design und -Druck sowie auch bei Teilen des Programmcodes.

Selfies mit gefundenem und noch intaktem CanSat :)

Selfies mit gefundenem und noch intaktem CanSat 🙂

Auch wenn es in den letzten Wochen doch noch etwas Zeitdruck gab, ging die Gruppe sehr gut vorbereitet in die Wettbewerbswoche.
Die Raketenstarts fanden am letzten Mittwoch auf dem Flughafen bei Rotenburg/Wümme statt, ComCon startete mit der ersten Rakete. Alle Befehle konnten während Ihres „Fluges“ bei konstanten 16m/s empfangen und abgearbeitet werden. Alle 2 Sekunden wurden die GPS- und Sensordaten empfangen und es wurden im Flug zwei Bilder übertragen – von insgesamt 351 Datenpaketen ging nur eines verloren.
Das Team hatte auch das Glück, dabei von einem Fernsehteam begleitet zu werden. Den Fernsehbeitrag dazu gibt es bei sat1regional.de

comcon-urkundeAm Donnerstag nutzte Team ComCon die Vorstellung der Ergebnisse für eine sehr gute Präsentation sowie zur Veröffentlichung Ihres Designs und Ihrer Quellcodes. Dieser steht damit auch anderen Teams für künftige CanSat-Missionen zur Verfügung und ist hier in unserem Wiki zu finden.

Das gut durchdachte Design, die einwandfreie Vorbereitung, der fehlerfreie Flug und die sehr gute Präsentation wurde dem Team Comcon am Freitag mit einem großartigen 2. Platz im deutschlandweiten Wettwerb belohnt.
Das habt Ihr super gemacht!
Auch für uns ist das natürlich ein Grund zum Feiern, da das auch für uns wieder ein Beleg gelungener Nachwuchsarbeit ist, auf die wir natürlich wieder ein bisschen stolz sind 😉

Wir gratulieren natürlich auch dem Bremer Team „Recognize“ mit Ihrer tollen Missionsidee zur Verwendung neuronaler Netze bei der Bild- und Positionserkennung zu Ihrem 1. Platz.

Damit werden nun erstmalig die beiden vorderen Plätze vom Raumfahrtstandort Bremen belegt!