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DroPS 2018 – Schülerexperimente für den Fallturm

Veröffentlicht von am 15. Juni 2018 in Allgemein

Seit Anfang des Jahres haben wir wieder Schülerteams begleitet, die bei uns im Hackerspace Schwerelosigkeitsexperimente für den Fallturm gebaut haben. Die Experimente sind nun am letzten Mittwoch im Fallturm durchgeführt worden.

Beim „Drop Tower Project for School Students“, kurz DroPS können alle Schulen aus Bremen und umzu Experimentideen für den Fallturm einreichen. Die Experimentideen werden von einer Jury aus ZARM, DLR_SchoolLab und uns geprüft und bewertet. Die drei besten Experimentideen werden dann mit uns aufgebaut, im DLR_SchoolLab getestet und im Fallturm durchgeführt.
Die Schülerteams kamen in diesem Jahr aus den Schulen „Integrierte Gesamtschule OHZ“, „Gymnasium Vegesack“ und der „International School of Bremen“.

Alle Experimente werden in einer Fallkapsel eingebaut.


Der Versuch der „Integrierten Gesamtschule OHZ“ untersuchte das Fließverhalten von sogenannten „selbstentleerenden Flüssigkeiten“. Beim verwendeten Polyoxyethylen handelt es sich um eine Flüssigkeit mit langen Molekülketten. Es sollte untersucht werden, ob oder wie der selbstentleerende Prozess bei Schwerelosigkeit fortgesetzt wird.

Der Versuch des „Gymnasium Vegesack“ nahm das Verhalten von Luft- und Wasserwirbeln in Schwerelosigkeit unter die Lupe. Der Wasserwirbel wurde mit einem Rührfisch erzeugt. Die Luftwirbel, die ein Stempel in einem Zylinder erzeugte, wurden mit einem Vernebler sichtbar gemacht.

Die „International School of Bremen“ hat das Verhalten eines Kreisels untersucht. Hier sollte beobachtet werden, wie sich Frequenz der Präzession bei Eintritt der Schwerelosigkeit verhält. Besonders aufwendig war der Aufbau, da der Kreisel während des gesamten Versuchs mit der gleichen Geschwindigkeit angetrieben werden sollte, jedoch noch präzedieren können musste.

Dieses Jahr haben wir bei zwei Experimenten erstmalig den „Calliope Mini“ statt „Lego Mindstorms“ verwendet. Das hat unter anderem die Ansteuerung von Brushless- und Schrittmotoren vereinfacht. Wir hätten natürlich auch Arduinos oder NodeMCUs verwendet, für Programmierkurse fehlt bei DroPS aber leider die Zeit. Da es auch eher um die Experimente und deren mechanischen Aufbau geht, ist die grafische Programmierung der „Calliope Mini“ sehr hilfreich.

Die Fallkapsel wird in den 110m hohen Turm gezogen, im Turm wird ein Vakuum erzeugt. Die Falldauer beträgt 4,7s.


Während der Wettbewerbs entwickelte ein Schüler auf Basis des ESP8266 auch eine Steuerung, mit der die Experimente auch bei den Test im Droptower des DLR gestartet werden konnten. Diese Fernsteuerung soll nun in die Kapseln beim DLR integriert werden und tragen somit dazu bei, dass künftige DroPS-Experimente leichter getestet werden können.

Das DroPS-Projekt fließt bei einigen Schülerinnen und Schülern auch in das Abitur ein, andere verwenden die Ergebnisse für „Jugend Forscht“.
Bei DroPS hatten wir nicht nur die Gelegenheit, Jugendlichen den Selbstbau und die Benutzung verschiedener Werkzeuge näher zu bringen, sondern konnten durch die Experimente selbst auch noch einiges lernen.

Die DroPS-Teams 2018


Wir hatten eine tolle Zeit und freuen uns, dass wieder alles so gut funktioniert hat – sowohl die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern, wie auch mit dem ZARM und dem DLR.

Drops geht in die nächste Runde

Veröffentlicht von am 14. Januar 2018 in Allgemein, Mitgliederblog

Dieses Jahr findet zum vierten Mal das vom ZARM und DLR School Lab ausgerichtete DroPS statt. Bei DroPS haben Schülergruppen aus Bremen und Umzu die Möglichkeit Experimente zu bauen, die schließlich im Fallturm abgeworfen werden. Für die Schüler geht es in den nächsten Wochen zunächst um die Ausarbeitung der technischen Details und der benötigten Materialien. Der erste Testabwurf findet im April beim DLR statt, der Final Drop ist dann im Juni.

Nach dem offiziellen Auftakt am Montag im Zarm fand am Samstag der erste DroPS-Termin im Hackerspace statt.  Im Rahmen unserer Nachwuchsförderung unterstützen wir die Schüler mit technischem KnowHow und stellen unsere Räumlichkeiten und Werkzeug zur Verfügung. Die Experimente befassen sich in diesem Jahr mit dem Verhalten von Luftwirbeln, mit gyroskopischer Präzession und mit dem Fließverhalten von Polyoxyethylen. Dementsprechend wurde heute über Servomotoren, Kolben und Gleitlager, Bechergläser und Gewindestangen, Klappmechanismen und vieles mehr diskutiert.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß und viel Erfolg bei ihren Experimenten!

Wir gratulieren dem CanSat-Team ComCon zu Ihrem 2. Platz!

Veröffentlicht von am 2. Oktober 2016 in Allgemein

logo-comconDiese Woche fand in Bremen und auf dem Flughafen Rotenburg/Wümme der 3. Deutsche CanSat-Wettbewerb statt.
CanSats sind kleine 350g-Satelliten in Getränkedosen-Größe, die mit einer Modellrakete bis zu 1000m in die Höhe geschossen werden und am Fallschirm mit ca. 15m/s wieder zurückfallen. Dabei müssen sie Temperatur und Druck messen und eine zusätzliche, frei wählbare Mission durchführen. Weitere Information zu den CanSat-Wettbewerben gibt es auf cansat.de.

Bei Team ComCon sollten von einer Bodenstation Befehle erteilt und Bilder per Funk zurückgesendet werden. Vor ein paar Monaten kamen daher Sandra, Julien, Louis und Adrian des Ökumenischen Gymnasiums zu uns und suchten fachliche Unterstützung bei Design, Entwicklung und Programmierung. Im weiteren Verlauf wurde der CanSat sogar ausschließlich im Hackerspace umgesetzt und die Jugendlichen durch einen unserer Funkamateure und Mitglied unserer Nachwuchsförderungs-AG betreut. Sehr gut funktionierte dabei auch die Beratung und Unterstützung der Mitglieder bei 3D-Design und -Druck sowie auch bei Teilen des Programmcodes.

Selfies mit gefundenem und noch intaktem CanSat :)

Selfies mit gefundenem und noch intaktem CanSat :)

Auch wenn es in den letzten Wochen doch noch etwas Zeitdruck gab, ging die Gruppe sehr gut vorbereitet in die Wettbewerbswoche.
Die Raketenstarts fanden am letzten Mittwoch auf dem Flughafen bei Rotenburg/Wümme statt, ComCon startete mit der ersten Rakete. Alle Befehle konnten während Ihres „Fluges“ bei konstanten 16m/s empfangen und abgearbeitet werden. Alle 2 Sekunden wurden die GPS- und Sensordaten empfangen und es wurden im Flug zwei Bilder übertragen – von insgesamt 351 Datenpaketen ging nur eines verloren.
Das Team hatte auch das Glück, dabei von einem Fernsehteam begleitet zu werden. Den Fernsehbeitrag dazu gibt es bei sat1regional.de

comcon-urkundeAm Donnerstag nutzte Team ComCon die Vorstellung der Ergebnisse für eine sehr gute Präsentation sowie zur Veröffentlichung Ihres Designs und Ihrer Quellcodes. Dieser steht damit auch anderen Teams für künftige CanSat-Missionen zur Verfügung und ist hier in unserem Wiki zu finden.

Das gut durchdachte Design, die einwandfreie Vorbereitung, der fehlerfreie Flug und die sehr gute Präsentation wurde dem Team Comcon am Freitag mit einem großartigen 2. Platz im deutschlandweiten Wettwerb belohnt.
Das habt Ihr super gemacht!
Auch für uns ist das natürlich ein Grund zum Feiern, da das auch für uns wieder ein Beleg gelungener Nachwuchsarbeit ist, auf die wir natürlich wieder ein bisschen stolz sind ;)

Wir gratulieren natürlich auch dem Bremer Team „Recognize“ mit Ihrer tollen Missionsidee zur Verwendung neuronaler Netze bei der Bild- und Positionserkennung zu Ihrem 1. Platz.

Damit werden nun erstmalig die beiden vorderen Plätze vom Raumfahrtstandort Bremen belegt!

Frohe Weihnachten!

Veröffentlicht von am 25. Dezember 2014 in Allgemein

Hallo alle miteinander,

bald endet das für uns ziemlich ereignisreiche Jahr 2014. Auch dieses Jahr hatten wir wieder viele Vorträge, die anderen einen leichten Zugang zu dem einen oder anderen Thema vermittelt haben. Vielen Dank an alle Referenten für die nicht selten wirklich erstklassigen Beiträge!
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Zwischenstand Amateurfunk-Lerngruppe

Veröffentlicht von am 28. April 2014 in Allgemein, Veranstaltungen

afu-MagneticLoopAm 01.Mai wird die Amateurfunklerngruppe ausnahmsweise einmal aussetzen.
Da wir gut im Lehrplan stehen, können wir uns die kurze Auszeit gerne mal leisten.

Bei der Gelegenheit gibt es hier nun auch mal einen kurzen Zwischenstand:
Wir sind derzeit sieben Amateurfunk-Interessierte und treffen uns seit letzten November jede Woche Donnerstags um 19:30, um uns auf die Prüfungen bei der Bundesnetzagentur vorzubereiten. Die bestandene Prüfung ist Voraussetzung zur Zulassung am Amateurfunkverkehr.

Die Vorbereitung ist stellenweise natürlich etwas trocken, da es nicht nur um Technik, sondern auch um Vorschriften und Betriebstechnik geht. (mehr …)